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• 30. Autobahnkirche
Jakobikirche
Jakobikirche
Willkommen in der mehr als achthundert Jahre alten Jakobikirche zu Wilsdruff, die seit 2005 zu neuem Leben erwacht ist: Als Autobahnkirche lädt sie zu Entspannung, Besinnung und Andacht ein. Reisende können hier zu sich finden, Ruhe tanken und innehalten.
 
Am 24. Juni 2005 wurde die Jakobikirche als dreißigste deutsche Autobahnkirche in den Dienst genommen. Unter den Segensworten des evangelischen Superintendenten Andreas Stempel und des katholischen Dekans Heinrich Bohaboj erhielt die Kirche ihre neue Aufgabe. Nach 15 Jahren der Ungewissheit, ist es der Stadt Wilsdruff als Eigentümer des Kirchengeländes, der "Stiftung Leben und Arbeit" als Betreiber der Kirche, der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde St. Nicolai, der katholischen Kirchgemeinde St. Pius und dem Landhotel Keilsgut zu verdanken das eine Wiedereröffnung der Jakobikirche möglich war.
 
Die Autobahnkirche ist täglich von 8.00 - 18.00 Uhr geöffnet. Die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde St. Nicolai hat die geistliche Betreuung der Kirche übernommen. Durch zahlreiche Veranstaltung wird jedoch die ökumenische Offenheit deutlich und Gäubige aller Konfessionen sind zur Besinnung und Andacht jederzeit willkommen.
 
 

 

 

 
Heilige für Heute Drucken E-Mail

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Heilige für Heute - Moderne Ikonen zum Innehalten

Wir laden zur Ausstellung vom 16. Juli bis 24. September 2011 täglich von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr in die Autobahnkirche Wilsdruff recht herzlich ein.

Heiligenbilder mit doppeltem Boden

Linda Schwarz beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema „Heilige für Heute“. „Zwischen der suggestiven Kraft der einstigen Heiligen und meinen Bildern besteht eine Wechselwirkung. Die Heiligen von Gestern geben eine Ordnung vor, sie leiten die Phantasie an, sie reizen zum Ausloten von Spielräumen, die ich als Vorrat für meine gestalterischen Positionen genutzt habe“, sagt die Künstlerin.

Den Anfang für diese Werkserie war die Einladung zur Ausstellung Kulturort Wintringer Kapelle – ein Unesco Projekt – in der Nähe Saarbrückens. Die Künstlerin stellte spontan die Frage, welche Heiligen im Hier und Jetzt in dieser Kapelle zuhause sein könnten. Es entstanden Holztafeln, die die Heiligen von gestern in neuer Interpretation wieder zeigten. Gearbeitet wurde mit den Mitteln des alten Handwerks und modernster Drucktechnik, traditionelle Materialien und ebenso Hightech Produkte wie zum Beispiel Fotografie, Digitaldruck, fluoreszierende Pigmente. Inhaltliche Bezüge zur Gegenwart stellen Wort-Schnipsel; Headlines aus Werbung und der tagesaktuellen Presse her. Sie zeigen, dass die Heiligen von gestern auch heute Bedeutung haben.

Linda Schwarz (geb. 1963) studierte in Stuttgart, an der HdK Berlin, Bildhauerei und Musikwissenschaft. Als Stipendiatin der Evangelischen Studienstiftung setzte sie ihr Studium an verschiedenen Hochschulen der USA fort. Ein Jahr arbeitete sie bei der renommierten Kunstdruckerei ULAE (New York), u.a. mit Robert Rauschenberg, Jasper Johns und anderen Künstlern. Schwarz verwendet und entwickelt neue experimentelle Drucktechniken, die sie mit konzeptionellen Bildgegenständen wie Schriftzeichen oder Handschriften von Musik und Literatur verbindet. Als Grenzgängerin zwischen Europa und Amerika zeigt sie sich Texttraditionen Friedrich Hölderlins oder dem musikalischen Erbe Johann Sebastian Bachs ebenso verbunden, wie sie Produkte unserer Industriegesellschaft und tagesaktuelle Schlagzeilen in ihre Arbeit einfließen läßt. Dabei schlägt die ausgeprägte Experimentierfreude der Künstlerin auch in handwerklich-technischer Hinsicht einen weiten Bogen. Ihre Arbeiten sind in privaten und öffentlichen Sammlungen des In-und Auslands vertreten und sie geht vielfältigen Lehrverpflichtungen nach.

 

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